Fremdgehen – Warum das Tabuthema Seitensprung zum tragischen Helden werden kann
Untreue ist ein umstrittenes Thema. Wenige, in einer Beziehung lebende Menschen würden zugeben, einen Seitensprung gehabt bzw. darüber nachgedacht zu haben. Die, die es tun, erzählen interessante Beweggründe, in der Realität geht es nicht darum, dass man von jetzt auf gleich eine Person trifft, die man toll findet und mit der man dann mir nichts dir nichts, Sex hat. Oft ist es ein langer Prozess und innerer Konflikt, bis man sich wirklich indirekt dazu entscheidet, dem Partner fremd zu gehen.
Im Bett läuft es nicht mehr. Man sollte meinen, dass dies der Hauptgrund für einen Seitensprung ist. Dem ist allerdings nicht so. Kurzlebigkeit und die Schnelligkeit des Alltags, lassen uns die kleinen zauberhaften Momente übersehen. Was wir sind, haben wir erschaffen, nicht die Natur. Die Menschen sind so schnell wie noch nie. Um gutes Geld zu verdienen, muss man viel arbeiten. Stress und Druck erhöhen das Gefühl des Unwohlseins, man macht es nicht nur sich selbst schwer, sondern auch der Partner wird enorm vernachlässigt. Liebe, Zärtlichkeit und ausgiebiger regelmäßiger Sex sind für eine Beziehung genauso wichtig, wie Vertrauen. Hier wären wir bei einem strittigen Thema. Vertrauen. Was heißt eigentlich Vertrauen? Die Gewissheit, dass alles, sei es noch so negativ, einander anvertraut wird, oder die Gewissheit, dass es gar nicht erst dazu kommt, dass etwas negatives anvertraut werden muss? Hier spalten sich die Meinungen. Die Meisten sagen, beides sei wichtig. Das ist aber schwierig, besonders wenn es schon zu spät für die zweite Alternative ist. Wenn man es neutral betrachtet, ist Sex die höchste Form der Zuneigung und die größte körperliche Erfüllung, die es gibt. Es ist also in gewisser Weise schon so, dass es, wenn es im Bett nicht mehr läuft, schneller zum Seitensprung kommen kann. Aufmerksamkeit, Lust und Liebe holt man sich lieber woanders, als bei dem Partner darum zu betteln. Die Angst, enttäuscht zu werden, ist groß.
Der Retter in letzter Not
Nennt man das Kind beim Namen, kann ein Seitensprung einer Beziehung auch gut tun. Liebe und Sex kann man sehr wohl trennen und sollte man vielleicht auch. Dies zu lernen ist schwierig. Werte und Normen werden uns schon von Kindesbeinen an eingeprägt, und setzen unser Handeln und Denken um. Das schlechte Gewissen nach dem Fremdgehen wird sich nicht so einfach abstellen lassen. Man muss sich allerdings fragen, was einem der Sex mit der anderen Person bringt oder, wenn es nur einmalig war, gebracht hat. Hat er dafür gesorgt, dass man den Partner wieder positiv sieht? Hier muss man aber zwischen Mitleid und echten neuen positiven Gefühlen unterscheiden. Man muss sich vor Augen halten, dass der Partner nicht weiß, dass man ihn betrogen hat. Paranoide Züge durch das schlechte Gewissen sind ganz normal, keinesfalls ist es gutzuheißen, fremdzugehen. Man zerstört damit nicht nur seine Beziehung, sondern, wenn es rauskommt, auch eine andere Seele. Ein Seitensprung kann jedoch dazu betragen, eine Liebesbeziehung zu retten. Herz und Unterleib ticken nicht gemeinsam, sondern jeder will für sich Befriedigung der Bedürfnisse. Vielleicht sollte man lernen, damit umzugehen und sich fragen, ob es die Beziehung lohnt, ein dauerhaft schlechtes Gewissen auszuhalten, nur damit der Andere nicht verletzt wird.









Leider vertritt der Beitrag die persönliche Meinung des Verfassers und nicht die Breite Masse.nicht jeder kann Sex und liebe trennen ob gelernt oder nicht gelernt sei dahingestellt.ein Kind das unter Hippies groß wird muss kein Hippie werden. Die Gedanken Gänge sind ganz interessant doch leider zu persönlich für solch ein Thema.
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