Verborgene Gelüste – unbefriedigte Sehnsüchte sind ein großes Problem für Körper und Geist
Sex bestimmt unseren Alltag, ob wir das wollen oder nicht. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich im Unterbewusstsein Wünsche und Sehnsüchte entwickeln, die auf jeden Fall befriedigt werden müssen. Nicht nur eine Beziehung kann unter sexueller Frustration leiden, ungestilltes Verlangen beeinflusst unser Handeln und Denken in jeglicher Hinsicht.
Sex wo man hinschaut. Vor allem durch die Medien werden wir jeden Tag indirekt mit sexuellen Reizen überflutet. Nackte Haut, die Vermittlung von Werten – es geht immer um Sex und Erotik. Die Medien sagen uns was trendy ist, sagen uns, was Mann und Frau wollen, jeder wird irgendwann auf die indirekten Reize reagieren. Dies äußert sich vor allem in Hinterfragung der eigenen Wünsche und Wertvorstellungen. Wenn man jeden Tag hört, wie toll eine bestimmte Stellung oder eine bestimmte sexuelle Handlung ist, kommt man nicht darum herum, es irgendwann selbst ausprobieren zu wollen. Besonders im World Wide Web findet sexuelle Reizüberflutung statt. Man muss nicht gezielt nach Sex und Erotik suchen, allein der Anblick einer nackten Frau ‚in deiner Nähe‘, die in einem kleinen Fenster aufpoppt, löst einen sexuellen Reiz aus. Nimmt man alle sexuellen Wahrnehmungen des Tages zusammen, so kommt man sicher auf eine große Anzahl an Reizen, die indirekt in den Köpfen stecken und unser Handeln beeinflussen. Wir konsumieren und kaufen, befriedigen und belohnen uns. Meistens lösen sich die verankerten Bedürfnisse durch Handlungen solcher Art, bei manchen Menschen bleibt das sexuelle Verlangen bestehen und es staut sich an.
Befriedigung finden
Verlangen zu unterdrücken kann eine lange Zeit gut gehen, irgendwann bricht es jedoch auf und man ist unzufrieden mit dem was man hat. Es ist schwierig, seine entstandenen Wünsche umzusetzen. Wenn man einen festen Partner hat, mit dem man ein bereits eingeschlafenes Sexualleben pflegt, wird es schwierig, den Mund aufzubekommen und zu sagen, was man wirklich will. Viel zu groß ist die Angst vor Ablehnung und Enttäuschung, so bleibt das Verlangen und wächst mit jedem neuen Reiz. Es entwickelt sich eine unbewusste tiefe Frustration, die sich auf das seelische Empfinden auswirkt und einen Zustand der Leere bildet. Man weiß oft gar nicht, warum man unzufrieden ist, eine Lösung über Eigeninitiative zu finden ist deshalb schwierig, viele Menschen haben in diesem Zustand den Punkt erreicht, an dem sie anfangen sich umzusehen und Probleme in der Beziehung herauszufiltern. Man entdeckt Menschen, mit denen man Sexualität erleben will und fühlt sich schlecht dabei. Man redet sich ein, Sex sei in einer Beziehung nicht alles, das stimmt auch bis zu einem gewissen Grad, es kommt aber darauf an, dass man genau das bekommt, was man sich wünscht, egal welches Verlangen dahintersteckt und nicht , wie oft man es bekommt.
Aggressionen bilden krasse Triebe
Die eigene Frustration, der Zustand des unbefriedigt sein und das Bewusstsein, nicht den richtigen Sexualpartner zu haben, lassen neben den anderen negativen Gefühlen auch noch Aggressionen wachsen. Die Wünsche werden krasser und perverser. Es liegt in der Natur des Menschen: Die Triebe, die uns leiten und uns in jeder Minute unseres Lebens auf natürliche Weise zu Handlungen und Entscheidungen zwingen. Alles was der Mensch tut, tut er, weil er ein Mensch ist. Befriedigung macht glücklich, nicht umsonst werden beim Sex Endorphine ausgeschüttet. Durch klassische Konditionierung wollen wir immer wieder in diesen Zustand zurückkehren, aber Befriedigung ist ein breites Spektrum. Wenn heute der Blümchensex glücklich gemacht hat, kann es morgen der durchtriebene hemmungslose Sex sein, der die Seele beglückt. Eines ist in jedem Fall wichtig: Bevor es zu angestauten Aggressionen und Sehnsüchten kommt, die scheinbar nicht befriedigt werden können, sollte man auf jeden Fall mit seinem Partner darüber reden oder sich eine Person suchen, die genau dasselbe will, wie man selbst. In sexueller Hinsicht ist nichts schlimmer, als unbefriedigte Träume. Wer guten Sex hat, ist in allen anderen Lebenslagen entspannter und kann mit den sexuellen Reizen der Öffentlichkeit locker umgehen. Man muss nur den Mund aufmachen.









Ich kann dem ganzen nur zustimmen.
Seit über 13 Jahren bin ich eigentlich recht glücklich verheiratet und ich liebe meine Frau noch immer. Eigentlich noch mehr als am Anfang, aber in Sexueller Hinsicht bin ich schon recht frustriert.
Wir schlafen eigentlich nur an die 12x im Jahr und das schon seit längerem.
Sexuelle Wünsche hat meine Frau angeblich keine und ich habe meine schon sehr oft zur Sprache gebracht, aber leider kam meistens nur der Kommentar wie „Das ist der falsche Zeitpunkt“, oder „darüber redet man nicht“ oder das Lieblingszitat meiner Frau „Irgendwann können wir es ja mal machen“. Übersetzt bedeutet es wohl soviel wie „niemals“.
Auch wenn man mal den Mund aufmacht und über seine Wünsche und Sehnsüchte spricht ist das immer noch kein Garant dafür das man es auch wirklich ändern oder ändern möchte.
Mittlerweile hat sich bei mir ein richtiger Frust angestaut und eine unangenehme leere breit gemacht. Wie es nun weitergehen wird kann ich nicht sagen, aber man sollte es wirklich nie soweit kommen lassen, denn nun stecke ich in meiner Ehe in einem Teufelskreis aus dem ich (noch) keinen Ausweg gefunden habe.
Das ist ja nicht nur ein Problem in einer eingeschlafenen Partnerschaft. Meine läuft wunderbar, ich habe beinahe täglich Sex und dennoch treibt mich die Lust nach fremder Haut um. Gerne würde ich das mit meinem Partner gemeinsam beim MMF ausleben. Doch der will mich partout nicht teilen, würde mich nicht mehr anrühren, wenn ein fremder Kerl in mir war.
Diese Gelüste kann ich in der Regel unterdrücken. Doch regelmäßig fliegen sie mir um die Ohren, machen mich todunglücklich und aggressiv. Doch eine Lösung sehe ich nicht. Es sei denn, ich würde es heimlich tun.
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