Das Sonntags-Special: Interview mit einer Hure

9 März 2008 2 Kommentare

Für die Damen, die Sex gegen Geld anbieten gibt es viele Bezeichnungen. Manche nennen sich Hobbyhure, Hure, Prostituierte oder auch Freudenmädchen. Doch eines haben alle gemein. Sie bieten sich und ihren Körper gegen Geld an. Dabei muss es aber nicht immer zu sexuellen Handlungen kommen. Manchmal brauchen die Freier auch einfach nur ein wenig Abstand von Familie, Beruf oder dem sonstigen Alltagstrott. Doch wer könnte besser darüber erzählen als eine Dame die ich fälschlicher Weise als Hobbyhure sah. Vorhang auf für das Sonntags-Special: Interview mit einer Hure.

Um der Prostitution nachzugehen, gibt es ja verschiedene Orte, an denen der Sex ausgeübt wird. Wo und vorallem Wie empfängst du deine Freier?

Wahlweise in Fürth in einem Appartement ohne Termin oder auch in Heilbronn im Zuge eines Haus- oder Hotelbesuchs (diese jedoch nicht unter 1 Std.). Dieses jedoch nur noch, wenn sie am Telefon sehr nett sind und mich, samt meiner Vorgaben achten und respektieren. In Heilbronn lebe ich und sehe diese Zeit als Freizeit. Wer hier einen Termin mit mir haben mag, muß sich nach MEINEM Leben richten.

Diese Art des, nennen wir es mal Hobby, ist natürlich auch für die Familie kein alltägliches. Wie geht sie damit um? Weiß sie es überhaupt?

Ich spiele mit offenen Karten. Meine Tochter weiß seit 3 Jahren von meiner Tätigkeit und kommt gut damit klar. Wobei ich nicht damit hausieren gehe und versuche, damit diskret zu bleiben.

Nun macht ja nicht jede Dame und alles und vorallem kostet der “Dienst” ja auch Geld. Was bietest Du an und was kostet es bei dir?

Ich arbeite ausschließlich safer, was viele merkwürdigerweise mit „verklemmt“ assoziieren. Auch mag ich Natursektferkeleien; gehe bis Kaviar aktiv. Auch Termine mit Frauen/Paaren; Fuß- und Strumpferotik.
Finanziell in Fürth ab 30€ für eine Intimrasur beim Mann, bzw. eine Handentspannung, bei der ich mich nicht ausziehe. Die Stunde liegt sowohl in Heilbronn, als auch in Fürth bei 120€

Mit Geld kann man alles bekommen, sagen “schlaue” Menschen unentwägt. Ich denke aber bei dir gibt es auch Praktiken, die du nie machen würdest. Was sind deine absoluten No-Go´s?

SM, Kinder; Tiersex (kommen öfter Anfragen, als man denkt), Rollenspiele, Analverkehr bei mir nur gegen horendes Entgeld und nur, wenn jemand öfter schon bei mir war und ich WEIß, mit wem ich es zu tun habe.

Das bedeutet also das du soetwas wie Stammkunden hast?

SICHERLICH. Ein vertrauensvolles Verhältnis ist das Ziel meiner Arbeit.-

Um auf die Familie zurückzukommen. Falls du einen Partner hast, wie geht er denn mit diesem doch aussergewöhnlichen Hobby um?

Nein, ich bin single im Moment. Aber ich sage, was ich mache und wenn ein Mann nicht damit umgehen könnte, würde daraus keine Beziehung werden.

Denkst du, dass es ab einem bestimmten Alter einfach nicht mehr so rentabel sein wird. Sprich, dass dir die Kunden wegbrechen?

Ich bin überzeugt, es gibt für JEDE Altersstufe Gäste. Ich denke nicht, daß ich jemals damit aufhören würde.
Was ist „rentabel“? Für ein „normales Leben“ braucht man vielleicht 1500€; dann hat man irgendwann dazu noch die Rente. Das sollte erreichbar sein, selbst wenn man 70 ist…

Alles hat ja seine Wurzeln. Wie bist du dazu gekommen dieses “Hobby” auszuleben?

Ich mochte Sex schon immer. Irgendwann wurde es mir zu blöd, daß Männer einen immer nur ficken wollen und dann nie mehr anrufen. Da dachte ich, wenn sie einen ohnehin nur benutzen wollen, dann können sie auch dafür bezahlen. So ist es wenigstens irgendwie ausgeglichen.

Vertrauen ist für viele Menschen ein wichtiges Kriterium. Auch bei einem One-Night-Stand beispielsweise. Lernst du deine Kunden eigentlich etwas näher kennen bevor ihr Sex habt oder bleibt das mehr oder weniger anonym?

Kommt darauf an, wie der Mann „tickt“. Manche Männer brauchen das selbst, daß ein bißchen Nähe entsteht; Vertrautheit; gute Stimmung.
Andere wollen nur kurz „in einer Frau wichsen“. Denen ist es wurscht, wessen Loch vor ihnen liegt.
Ich mag erstere lieber und finde es entspannter, wenn man sich zuerst etwas näher kommt.

Die Zielgruppe wird ja auch bei Huren durchaus unterschiedlich sein. Welchen Kundenkreis hast du und weißt du wieso sie gerade bei dir einen Teil ihrer Sexualität ausleben?

Sehr durchwachsen. Aber oft Männer +/- 50; lang verheiratet; kaum noch Erotik und Zärtlichkeit. Sie suchen ein bißchen Wärme und Geborgenheit – weniger den Sex. Einfach mal wieder „Mensch-sein“ und entspanntes Genießen. Ich mag sie sehr gern.

Ist es schon vorgekommen, dass ein Kunde im letzten Moment wortwörtlich den “Schwanz eingezogen” hat?

Eher selten. Meist bin ICH es, die den Gast zum Gehen bittet, weil es sich nicht gut anfühlt im Vorfeld.

Das bedeutet wenn dir sein verhalten nicht gefällt bzw. er respektlos und niveaulos daherkommt?

ZUTREFFEND. Wenn ich mich nicht wohl fühle; ein Mann schon im Vorfeld meine Grenzen als nichtig abtut, wird er auch im Bett versuchen, meine Grenzen zu sprengen. Das brauche ich nicht.

Ambiente ist sicherlich auch ein nicht zu vernachlässigender Aspekt. Machst du etwas besonderes, damit sich deine Kunden bei dir wohlfühlen?

Erst mal sitzen; was trinken; bißchen reden; die Aufregung loslassen und entspannen. Sich in die Situation einfühlen und spüren, ob es sich gut anfühlt. Und DANN entscheiden, ob man bleibt – oder auch nicht. Und DER MANN entscheidet, wie lange. Ich hab noch nie versucht, einen Mann zum länger-bleiben zu animieren.

Was macht gerade dich als Hobbyhure aus, dass die Herren gerne zu dir kommen?

“Hobbyhure“ – das ist für mich ein Schwachsinn in sich. Klar, gibt es Frauen, die einen soliden Beruf ausüben und sich „nur“ was nebenbei verdienen. Aber deshalb macht es die Hure noch lange nicht zur „Hobbyhure“. Ein absolutes Unwort.
Manche Frauen machen den Job ungern – und in unterschiedlichen Varianten mehr oder weniger gezwungen.
Andere machen ihn gerne und mehr oder weniger gut.
Was macht den Job zum Hobby? Mit einem Hobby verdient man kein Geld……
Ich denke, Gäste kommen gerne wieder, wenn sie sich angenommen fühlen; wenn sie sich ernst genommen fühlen und gut aufgehoben. Und hierfür sollte man vielleicht besser WISSEN, was man tut – und nicht „hobbymäßig“ irgendwie rumwurschteln….

Ein Orgasmus beim Sex ist ja nun nichts aussergewöhnliches. Erlebst du denn teilweise auch Höhepunkte mit deinen Freiern?

Sicherlich – öfter und gerne.
Es wird nur schwer, wenn ein Mann gut leckt und nimmer aufhört. Dann hat man mit ihm vielleicht 4 oder 5 Höhepunkte – und der nächste Mann erwartet das dann auch.
Dann beginnt es, anstrengend und überreizt zu werden.
Manchmal ist weniger des Guten besser…..

Die Optik ist in der modernen Welt etwas, worauf nun auch viel wert gelegt wird. Was machst du, wenn dir ein Kunde optisch garnicht zusagt?

Ich habe in dem Job die Irrelevanz der Optik schnell begriffen.
Viel wichtiger ist Feingefühl; Zärtlichkeit und Hingabe. Ebenso unwichtig wie Optik, ist Alter.
Ich hatte schon gigantisch guten Sex mit 90-jährigen Männern…..

Welche Sexualpraktiken bevorzugen deine Kunden besonders?

Oralverkehr – beidseitig.
Geschlechtsverkehr (in doggy) kommt hier erst mit riesen-Abstand…

Der menschliche Körper ist ja nun keine Maschine. Was passiert wenn du einen Termin hast aber merkst, dass dir die Lust nach Sex total fehlt?

Wenn ein Mann sich nicht wie ein großmotorischer Schlachter verhält, kommt die Lust schon im Bad, wenn ich ihn nackt sehe, von alleine…. Ich HABE einfach die entsprechende Libido und bin froh darüber.

Angenommen der Mann deiner Träume läuft dir über den Weg. Wäre das ein Grund dein Hobby bzw. Beruf an den Nagel zu hängen?

Ein klares NEIN.
Das habe ich ein Mal getan und daraus gelernt. Mich nimmt man entweder wie ich bin, oder garnicht.

Was macht für dich guten Sex aus?

Tiefe; Leidenschaft; Hingabe; Animalismus; Authentizität
- wobei sich das in unserer „zivilisierten Welt“ kaum noch einer umzusetzen wagt. Schade drum….

Gibt es etwas “besonderes”, dass du dir mit dem verdienten leistest? Materielle Dinge meine ich damit.

Ich leiste mir die Freiheit, zu leben, wie ICH es will. Kein Chef, der mich drangsaliert mit unsinnigen Vorschriften und Pflichten; kein Zeitdruck; kein Müssen.
Ich brauche nicht viel; kein Luxus; kein Urlaub; kein Haus oder sowas. Ich leiste mir ein Leben ohne das Gefängnis der Zwänge.

Ich möchte mich herzlich bei dir bedanken, dass du einen kleinen Einblick in dein Leben gegeben hast und wünsche noch viel Erfolg und alles gute auf deinem weiteren Lebensweg.

Tags: erotik, geschlechtsverkehr, hobbyhure, hure, oralverkehr, prostitution, Sex

Geschrieben von: Sex-Mister


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2 Kommentare »

  • Karl Heinz Weidlinger said:

    Hallo, das ist ein wirklich interessantes Interview. Ich beschäftige mich selber seit einiger Zeit mit Menschen (vor allem weiblichen) die ihre gesunde Libido (wie es die Dame im Gespräch so nett formuliert) nutzen und ein eigenes Geschäft betreiben. Vor allem will ich meinen Beitrag dazu leisten und eine Möglichkeit zur Kontaktherstellung schaffen. Dazu habe ich ein Internet Portal online gestellt, das Erotik Anbietern und Erotik-Suchenden gleichermassen die Möglichkeit bietet sich zu finden.

    Ich finde diesen Beitrag jedenfalls sehr interessant!

    Liebe Grüsse,
    Karl Heinz

  • Webnews.de said:

    Interview mit einer Prostituierten…

    Manche sieht man an der Strasse stehen, andere inserieren nur in Zeitungen und wieder andere arbeite…

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