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Die Vor und Nachteile des Pornokonsum

28 September 2011 No Comment

Würde man einen Pfarrer und einen Pornostar an einen Tisch setzen und sie über Pornos diskutieren lassen, wird zu 100% ein kontroverses Gespräch entstehen. Zugegeben es sind zwei krasse Gegensätze. Der Pfarrer würde sicherlich Argumente wie Suchtgefahr oder Erniedrigung ins Feld führen. Der Pornostar sieht dies natürlich anders. Doch wie heißt es so schön: Es sollte sich jeder sein eigenes Bild machen. Deswegen sind hier einige Punkte aufgeführt um dieses Bild gestalten zu können.

Kontras:

Unrealistische Vorstellungen: Gut gebaute Männer mit Muskeln, braun gebrannte Frauen ohne eine kleine Falte und hemmungslose Hingabe. Das ist das was man langläufig in einem Mainstream-Porno sehen kann. Doch entspricht das nicht wirklich der Realität. Pornokonsum fördert nun zwangsläufig das Verhalten, Erwartungen an den Sexpartner zu stellen, die eigentlich nicht realisierbar sind. Eine Studie hat ergeben, dass 60% der befragten Frauen glauben, dass Pornographie Männer dahin gehend beeinflusst, was das glauben an die eigene sexuelle  Abenteuerlust und das eigene Aussehen angeht. Pornos würden immer zuviel zeigen heißt ein Argument. Doch zeigen sie nicht eigentlich zu wenig? Gezeigt wird lediglich die sexuelle Seite des Menschen. Und der Mensch ist dann auch noch ein Schauspieler. Andere Dimensionen die einen Menschen ausmachen werden dabei glimpflich vernachlässigt.

Es desensibilisiert: Das Betrachten von Pornographie kann etwas sein, was schwache Nerven beeinflussen kann. Besonders dann, wenn es um Praktiken geht, die weit ab von dem sind was ein Mensch bis dahin unter Sex verstanden hat. Kurz gesagt, er stumpft ab. Der normale Alltag im Leben eines Paares bietet durchaus einige Hürden, die dazu führen dass nicht immer die Lust auf Sex vorhanden ist. In einem Porno ist das anders. Menschen treffen sich, merken sie wollen das gleiche und ab geht’s. So kann es sein, dass Pornokunsum den Menschen dahingehend desensibilisiert, Praktiken auszuprobieren, die man vorher noch nicht kannte. Was als solches sicher nicht schlecht ist. Doch wenn der Partner anderer Ansicht ist?

Suchtgefahr: Weltweit ist die Sucht nach Internetpornographie die am häufigsten behandelte Form der Sexsucht. Vor allem das Internet forciert diese Krankheit. Es ist immer verfügbar, anonym und preislich erschwinglich, wenn nicht gar kostenfrei. Ähnlich dem Genuss von Alkohol, Nahrungsmitteln oder Zigaretten, ruft das Konsumieren von Erotik angenehme Gefühle hervor. Diese Gefühle wollen durch immer mehr Konsum gehalten bzw. vergrößert werden. Thereotiker schlagen bei diesem Gesichtspunkt Alarm und machen das ständige Vorhalten von Pornographie dafür verantwortlich. Ebenso behaupten sie, dass die Zahl der Alkoholiker steigen würde, wenn man 1 Jahr jeden Tag eine Flache Vodka an die Haushalte versenden würde.

Vorteile

Es kann die Sicht auf Sex verbessern: Wo Nachteile sind muss es natürlich auch Vorteile geben. Einer dieser Vorteile kann es sein, dass Menschen die bisher eine eher gehemmte Sicht auf Sex hatten diese Hemmungen verlieren. Es dient dann als Werkzeug und Referenz um auch mal etwas neues auszuprobieren, an das man vorher gar nicht gedacht hat.

Beide lieben es: Prüde und verklemmt passt nicht auf jede Beziehung. So kann es sein, dass beide Partner sehr offen mit dem Thema Sex und Sexualität umgehen und den Porno als Sex-Spielzeug ansehen. Für ein Paar kann das Betrachten von Pornographie damit einfach eine Möglichkeit sein ihre Sexualität auszuleben. Es sollte nur nicht passieren, dass ein Partner die Menschen in einem Porno attraktiver und ansprechender findet als seinen Partner selber. Das könnte zu einem Problem werden. Der Porno wandert in dieser Sichtweise aus der Ecke der sexuellen Befriedigung hin zum sexuellen Vergnügen.

Es steckt nichts großes dahinter: Natürlich kann es auch sein, dass das Betrachten von Pornos den natürlichen Wunsch nach Voyeurismus befriedigt. In der Tat ist es etwas natürliches, sexuelle Erregung durch den Anblick eines nackten Menschenkörpers zu erlangen. So ist es bei den meisten Menschen nicht der Fall, dass sie eine Desensibilisierung erfahren oder süchtig werden. Es gibt auch Menschen, die ein Bier nach der Arbeit trinken um zu entspannen und deswegen auch keine Alkoholiker sind. Genau so gibt es Menschen, die Porno als Hilfsmittel sehen um sich sexuelle Entspannung durch Selbstbefriedigung zu holen. Das Ausmaß des Konsum an Genussmitteln ist vom Menschen abhängig. Ebenso auch der Konsum von Pornographie in das eigene Sex-Leben. Es kommt immer darauf an was man daraus macht.

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