Haben Swinger besseren Sex?
Wer es noch nicht gehört haben sollte dem sei gesagt, dass Swingen ein spannender erotischer Lifestyle ist, in dem zumeist heterosexuelle Paare beteiligt sind. Beim Swingen sieht die Gleichberechtigung aber ein wenig anders aus. Solofrauen werden in Swingerkreisen schneller und lieber aufgenommen als Solomänner ohne weibliches Gegenstück. Das bedeutet aber nicht, dass alleinstehende Männer nicht am Swingen teilnehmen können. Es dauert halt nur etwas länger bis diese eine passende Gruppe gefunden haben.
Als Orte haben sich u.a. Swinger-Clubs etabliert. In diesen können interessierte Paare in lockerem Ambiente Kontakt aufnehmen und sich bei Bedarf dann in ruhigere private Räume zurückziehen. Natürlich gibt es auch für extrovertierte Menschen die Möglichkeit sich beobachten zu lassen oder weitere Sexpartner zuzulassen. Wer es etwas privater mag, der kann auch im Internet nach Gleichgesinnten suchen und die Party zu Hause steigen lassen.
Zuviel Begeisterung ist nicht gut
Zugegeben, dass mag sich nun für den ein oder anderen Mann spannend anhören und faszinierend wirken. Swingen sollte aber nicht als Ersatz zu einem gesunden Sexleben stehen. Das bedeutet, dass zum Beispiel der Sex mit der Partnerin noch in Ordnung sein sollte. Swingen dient zur Erweiterung des Sexlebens und nicht als Ersatz.
Abgesehen davon sollte es beiden Partnern möglich sein offen seine Wünsche und bedenken äußern zu können, so dass jeder Part ein gutes Gefühl bei der Sache hat. Wenn beide Partner die Wünsche des anderen vor die eigenen stellen können, steht einer wundervollen Erfahrung nichts mehr im Weg.
Definitionen
Swingen ist so vielseitig, dass man sich in die Sprache selber einarbeiten sollte. Es gibt aber drei Gruppen die ich einmal kurz anreißen möchte.
Geschlossenes Swingen bedeutet soviel wie, dass ein Teil der Partnerschaft es vorzieht lieber nicht zuzusehen, wie der andere Sex mit jemand anderen hat. Das offene Swingen dagegen ist das genaue Gegenteil. Beim leichten Swingen tauschen die meisten Paare die Partner aus zum Vorspiel. Wenn es dann aber zum Geschlechtsverkehr kommt wird wieder zurück getauscht. Wie schon angedeutet lernt man die richtige Sprache aber erst, wenn man aktiv in der Swinger-Szene unterwegs ist. Jeder Club, jedes Paar handhabt das anders.
Beim Eintauchen in die Szene
Die ersten Schritte in der Swinger-Szene werden einen sicherlich begeistern. Dennoch sollte man sich nicht in eine Position begeben in der man zu schnell zu viel erwartet. Es ist eine Art soziales Lernen und Anpassen. Von daher sollten leichte Konversationen und flirten im Vordergrund stehen und nicht das Flachlegen des ersten Paares das man anspricht.
Fremde Umgebung und fremdes Verhalten lernt man am besten durch beobachten. So empfiehlt es sich, bevor man selber anfängt zu flirten, die anderen Paare in ihrem Umgang zu beobachten. Danach kann man sich etwas vorbereiteter in die Masse stürzen.
Wie in jeder Umgebung sollte man einige grundlegende Dinge beachten. Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit sollten in diesem Falle vorhanden sein, wenn man möchte, dass der Partner und man selbst eine positive Erfahrung machen. Auch ist es nicht zwingend notwendig, Sex mit anderen Menschen zu haben um eine schöne und angenehme Zeit zu verbringen. Alleine das hören und sehen wie andere Menschen Sex haben kann die eigene Hormonproduktion ankurbeln, und wenn es dann danach zu Hause rund geht hat auch dieser Eindruck noch seine Wirkung.
Allgemeines übers Swingen
Sollte swingen die Beziehung aufpeppen ist es wichtig, dass diese auf einem festen Fundament steht. Sollte also im Hinterkopf vorhanden sein nur swingen zu gehen um den Partner auszutauschen, wird man eine böse Überraschung erleben. Das ist auch nicht das was Swinger-Events erreichen wollen. Ebenso sollte das Thema Sex in der Beziehung kein Tabu sein. Wenn es also an der Kommunikation mangelt, weil es einem Partner peinlich ist über Sex zu reden, wird Swingen ebenfalls in weite Ferne rücken.
Wenn ein Kondom verlangt wird zum Sex ist es nicht so als möchte man jemanden beleidigen oder angreifen. Auch wenn es oft kein muss ist sollte auf Safer-Sex geachtet werden.
Das wohl wichtigste, das sich im Kopf festbrennen muss, ist es auch mal nein zu sagen. Es ist besteht nämlich keinerlei Verpflichtung beim Swingen Sex mit einem Menschen zu haben, der einen nicht anspricht. Auch die Hemmschwelle des Aussehens braucht nicht vorhanden sein. Es ist zwar das Bild automatisch im Kopf, das dort nur die Creme der Menschen zu finden ist mit perfekten Körpern und mega Ausdauer. Doch das ist Quatsch. Die meisten Swinger-Clubs diskriminieren niemanden wegen der Hautfarbe, des Alter oder der Körperform.
Ach ja. Wenn eine Frau „Nein, danke“ sagt dann meint sie es auch so. Ein geschenktes Lächeln und gehen sind der beste Weg. Diskussionen wie „Was ist mir mir los, dass du mich nicht willst?“ sind nicht der richtige Weg. Geschmäcker sind verschieden.
Eifersüchtig?
Es ist durchaus normal, wenn man etwas eifersüchtig wird. Das liegt mit an der Unsicherheit. Wenn es aber zu ständigen Streitereien und Diskussionen kommt, wenn der Partner Sex mit einem anderen Menschen im Club hat, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass die Partnerschaft nicht für diese sexuelle Spielart geeignet ist.
Wenn die Angst besteht, dass der Partner mehr Aufmerksamkeit bekommt als man selber, dass der Partner ausrastet wenn er sieht, dass man einen anderen Menschen berührt oder gar dass der Partner sich in einen anderen Menschen verliebt, sollte der Gedanke an das Swingen sofort ad acta gelegt werden.
Anfänglicher Eifersucht kann man entgegen wirken, wenn Vereinbarungen getroffen werden, eine angemessene Kommunikation vorher stattfand und man sich der Liebe des anderen sicher ist.
Sich selber schützen
In der heutigen Zeit ist es fast ein Unding sich nicht zu schützen. Wie bereits angesprochen ist es ja kein Angriff anderer, wenn ein Kondom verlangt wird und so sollte man das auch selber sehen. Es sagen zwar immer alle das sie gesund und sauber sind und das mag auch sein, doch weiß man nie genau ob der Sexpartner der vielleicht vorher schon da war, es ebenso mit der Sauberkeit hält.
Wer, Wo, Wann, Wieso, Warum
Es gibt viele Möglichkeiten herauszufinden wo ein Swinger-Club vorhanden ist oder wann wieder ein Swingertreffen ist. Eine solche Plattform für offene Menschen ist zum Beispiel der JoyClub oder ab18.de. Auch ist der Kontakt über das Internet für manche Leute leichter. So ist die erste Hürde genommen und man hat mit einem Paar sich über die Idee ausgetauscht und vielleicht jemanden gefunden der Interesse an einem hat.
Natürlich kann man auch einfach einen Swinger-Club besuchen. Dort kann man sich dann entweder mit dem eigenen Partner den Gelüsten hingeben oder man findet ein weiteres Pärchen, das sich mit in eine ruhige Ecke verkrümeln möchte.
Doch sollte nicht das Blut nur in den Penis fließen. Nie die Sicherheit vergessen und die eigene Partnerin. Denn das geht vor allem.
Das Böse im Guten
So gut die Idee sein mag sein Sexleben in Schwung zu bringen, so schlecht kann das Resultat werden. Wenn die Beziehung aus Eifersucht, Unsicherheit und Wut besteht ist die Chance groß, dass durch das Swingen auch der letzte Hauch Zusammenhalt vernichtet wird.
Swingen soll eben die Beziehung und den Sex verbessern und nicht nur einfach den Partner austauschen.









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