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Pornos und die Realität

19 April 2008 2 Comments

Pornographie und Pornofilme sind einer der Dinge, mit denen die Menschen wohl als erstes mit dem Thema Sex in Berührung kommen. Es ist zwar nicht als Fakt überprüfbar, dennoch kann man dieses annehmen. Oftmals übernimmt auch der erste Erotikfilm oder das erste Hardcore-Erotikmagazin die Rolle der sexuellen Erziehung. Da Menschen dazu neigen sich nicht offen und ehrlich über das Thema Sex und Erotik zu unterhalten, glaubt ein großer Anteil der Bevölkerung sogar, dass die Praktiken die in Pornofilmen gezeigt werden, die Praktiken sind, die es jeden Tag hinter den verschlossenen Türen gibt.

Doch haben diese zwei Gedanken einen kleinen Haken: Mainstream-Pornos können die sexuelle Erziehung nicht übernehmen. Zu einer guten Aufklärung gehört eben nicht nur dazu, zu wissen, wie der Penis in die Vagina eingeführt wird. Verhütung und gesundheitliche Aufklärung sind sehr wichtig und werden in den Filmen natürlich nicht wirklich angesprochen. Auch die Sexualpraktiken, die die Darsteller zum besten geben, werden von den Menschen, die sich Pornofilme anschauen gerne auch zu Hause einmal nachgestellt. Dennoch ist es nicht das was die Masse der Menschen in den Betten macht.

Hardcore-Filme haben auch etwas mit den großen Filmen in Hollywood gemeinsam. Stellen wir uns eine Szene vor, in der eine Person morgens in das Bad geht. Die Personen die man sieht, sehen da schon immer perfekt und hübsch aus. Das entspricht nicht immer der Realität. So ähnlich verhält es sich auch in den Erotikfilmen. Es gibt nur perfekt aussehende Menschen, die selten bis nie ein Kondom verwenden. Auch nicht ganz dem was die Realität immer bietet.

Mit diesem Artikel möchte ich einfach einmal aufzeigen, was ein Pornofilm darstellt und die Realität manchmal nicht bieten kann. Auch möchte ich auf keinem Fall damit ausdrücken, dass Mainstream-Pornos gut oder schlecht sind und möchte auch niemanden den Spaß verderben. Und sind wir mal ehrlich, ein Porno kann auch den gewissen Kick bringen und auch wenn nicht alles real so ablaufen kann, die Gedanken auf Touren bringen und ein Paar dazu verleiten etwas neues auszuprobieren.

Pornos werden nicht für die Darsteller gemacht!

Sex und der Geschlechtsverkehr sollten dem Menschen Spaß und Vergnügen bringen. In einer Pornoproduktion, ist dies nicht immer der Fall. Wenn die Akteure vor der Kamera Sex haben und dafür Geld bekommen, ist es ein Job und das was sie machen ist nicht unbedingt darauf ausgelegt, dass es ihnen Spaß machen soll, sondern darauf, dass der Konsument angemacht werden soll. Ein Pornofilm ist kein Dokument, dass zwei oder mehrere Menschen bei erfüllendem Sex zeigt. Vielmehr ist es ein Dokument, dass aus der Idee eines Menschen entsprang um Millionen anderer Menschen zu kitzeln.

Wie in Hollywood. Perfekte Körper.

Ein großer Fehler ist es, wenn man den eigenen Körper mit denen in einem Pornofilm vergleicht. Darsteller für diese Filme werden anhand der physischen Eigenschaften ausgesucht. Das bedeutet, dass die durchschnittliche Penislänge eines Pornodarstellers nicht repräsentativ ist für den Rest der männlichen Bevölkerung. Auch werden andere Tipps und Tricks angewandt, um Stellen des Körpers hervorzuheben oder eben zu verdecken. Ein Model für Erotikbilder nannte mir diese Kniffe einst in einem Interview.

Auf Videos kann man den Bereich nicht filmen bzw. richtig “legen”, der einen angeblich sonst verunstaltet oder einen nicht perfekt wirken lässt. Bauch zum Beispiel kann man abkleben, so dass man einen flachen Bauch hat, obwohl das garnicht so ist. Das Klebeband ,welches meistens durchsichtig ist, wird hinten auf dem Rücken ja nicht gesehen und kann bei Bedarf dann auch retuschiert werden,auch in Videos. Cellulite kann man mit grünen Haarspray sehr gut verdecken.

Technik und Licht

Natürlich helfen nicht nur kleine Manipulationen am Körper. Es gibt auch andere, technische, Tricks mit denen die Regisseure die Darsteller in ein besseres Licht rücken können. Zu einem ist da die Kameraperspektive. Durch eine geschickte Wahl derer, ist es möglich, den Penis des Mannes um einiges größer wirken zu lassen als er ist. Auch die Rasur der Schamhaare kann da einiges bewirken. Der richtige Einsatz der Beleuchtung beispielsweise wird den Blick des Konsumenten auf den Punkt richten, den der Filmemacher zeigen will und das was nicht so perfekt zu sein scheint wird übersehen.

Stellungen für die Kamera

Die Stellungen die in einem Porno gezeigt werden, werden aus einem guten Grund so gewählt. Die Variation der visuellen Eindrücke und die Tatsache, dass die Kamera durch diese Stellungen auch an die verstecktesten Winkel während des Sex kommt sind ausschlaggebend. Eine erhöhte Stimulation erreicht man durch diese Positionen nicht und auch der Komfort lässt bei einigen Positionen zu wünschen übrig.

Pornos sollen schockieren und begeistern

Die sexuellen Verhaltensweisen in einem Pornofilm entsprechen nicht wirklich dem, was in einem Schlafzimmer geschieht. Vielmehr soll es den Zuschauer „schockieren” und „begeistern” zugleich. Die Ejakulation beispielsweise. Die Ejakulation ist ein wichtiges visuelles Mittel in der Pornographie und geschieht immer außerhalb des Sexpartners.

Pornos werden nicht an einem Stück gedreht

Die meisten Szenen in einem Film werden nicht an einem Stück gedreht. Es gibt ständige Pausen und Unterbrechungen sogar während einer Szene. Das Resultat was der Käufer am Ende sieht, ist dann der Zusammenschnitt der einzelnen Szenen und der Bearbeitung durch den Regisseur. Das Ergebnis ist, dass der Geschlechtsverkehr im Film viel länger dauert, als der während des Dreh.

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2 Comments »

  • M said:

    Dass immer ausserhalb des Sexpartners gekommen wird stimmt nicht. Es gibt zwar häufig einen Facial am Schluss, aber “Creampie” (in der Frau kommen) erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

  • Martin said:

    In Pornos geht es nur ums Verzeihung Bumsen. Da wird getrickst ohne Ende.

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