Wieso liebe ich diese Person? – Wenn die Beziehung eingeschlafen ist
Wenn man so gar nicht mehr weiß, warum man überhaupt mit dem aktuellen Partner zusammen ist, man lieber zur Arbeit geht anstatt zu Hause zu sein und in den eigenen vier Wänden am liebsten alleine wäre, dann sind das enorme Anzeichen für ein baldiges Beziehungs-Aus. Wer zu alledem dennoch einige Liebesgefühle für seine Beziehung aufbringen kann, sollte an sich arbeiten, um der Liebe eine neue Chance zu geben. Viel zu oft gibt man einfach auf, anstatt für das zu kämpfen, was man mal mit Herz und Seele liebte.
Nach den Gründen forschen
Oftmals liegen die Gründe für die Unzufriedenheiten klar auf der Hand, der Partner hat sich vielleicht verändert, man selbst hat sich vielleicht verändert, hat neue Ziele, andere Träume und Vorstellungen vom Leben. Manchmal driftet eine Beziehung tatsächlich so weit auseinander, dass eine Trennung unumgänglich scheint, wer jedoch bereit ist, Kompromisse zu schließen und sich zu einigen, neue gemeinsame Ziele und Träume zu erbauen, der hat eine große Chance, das Feuer neu zu entfachen und seiner Beziehung frischen Glanz und Leidenschaft zu verleihen. Damit man den Problemen auf den Grund gehen kann, müssen diese erst mal herausgefiltert werden. Der Partner ist faul und lässt sich hängen, zeigt kein Engagement für die Beziehung und die Romantik ist nicht mehr vorhanden. Typische Problematik für eine Langzeitbeziehung und diskutiert man diese Merkmale mit den Freunden, stimmen sie einem wohl zu, dass es ganz normal und wahrscheinlich nicht zu ändern sei, wenn sich eine Beziehung derart verändert. Solche Gespräche sucht man ja auch, um Bestätigung und Beruhigung zu erfahren, man kann sich besser mit einer Situation abfinden, wenn andere bestärken, dass es ein Normalzustand ist. Man sollte sich niemals damit abfinden, wenn eine Beziehung eingeschlafen ist und die Leidenschaft fehlt. Anstatt sich anderweitig umzusehen, muss man daran arbeiten, dass sich eine Partnerschaft wieder zu etwas Schönem entwickelt, anstatt aus der Bequemlichkeit heraus die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist.
Neues Feuer, neue Leidenschaft
Es ist schwierig, das Thema mit dem Partner zu besprechen, will man doch sein Gegenüber nicht verletzen. Die Angst ist groß, missverstanden zu werden und den geplanten Gesprächsverlauf in ein Desaster zu führen. Dennoch kommt man wohl nicht ganz ums Reden herum; wenn der Partner nicht weiß, dass etwas zwischen der Liebe steht, so kann er auch nichts ändern. Man wünscht sich vielleicht, dass der Partner von alleine dahinter kommt, dass etwas nicht stimmt, darauf sollte man jedoch keinesfalls hoffen und darauf bauen, dass sich die Probleme somit von ganz allein lösen. Konfrontation ist der einzige Ausweg, die Auseinandersetzung mit dem Alltag und was verändert werden kann, ist der erste Schritt in die alte neue Liebesbeziehung. Vor einem Gespräch sollte man sich Notizen machen, auch wenn es einem unangenehm erscheint, die Problematik Schwarz auf Weiß zu sehen, so verhindert man, dass wichtige Aspekte vergessen werden und kann sich auf das Wesentliche konzentrieren. Keinesfalls sollte man jedoch mit der Tür ins Haus fallen und dem Partner mit Vorwürfen bombardieren, dies bewirkt meistens nur das Gegenteil vom Erhofften: Der Partner zieht sich womöglich noch weiter zurück, verwundet vom Überraschungsangriff. Die beste Alternative für ein solches Gespräch gibt es nicht, man muss einfach den richtigen Moment finden, das Gespräch einleiten und mutig sein, sich selbst zu öffnen und ehrlich zu sein. Außerdem ist es wichtig, dass man möglichst im selben Gesprächsanlauf gemeinsam nach Lösungen für die genannten Probleme sucht. Ein schnelles aus der Welt schaffen der Sorgen erleichtert das Gefühlsleben beider Parteien um ein Vielfaches. Wünsche und Träume des Partners erfahren und mit seinen eigenen abgleichen hilf sehr, wieder eine Gemeinsamkeit zu entdecken, die man zusammen anstreben will. Ein vereinbarter Liebes-Tag, an dem es nur um beide Partner geht, bringt ebenfalls neuen Mut und Freude, auch wenn man diesen festen Termin nicht immer einhalten kann, so zählt doch auch der Wille. Gerade in einer Beziehung ist es einem Menschen wichtig zu sehen, dass der Partner sich bemüht und nicht hängen lässt.
Wenn man sich lange kennt, spürt man, ob Gespräche helfen und sinnvoll waren. Verschließt sich der Partner beim ersten Anlauf, so sollte man nicht sofort die Flinte ins Korn werfen und ein zweiter Versuch nicht unversucht bleiben. Für den eigenen Seelenfrieden sollte man sich jedoch nach mehren erfolglosen Versuchen überlegen, ob ein Ende der Beziehung nicht das Beste ist. Eine Trennung ist ist auch immer ein Neuanfang.









Alles schön und gut und richtig. Aber ETWAS WICHTIGES fehlt allerdings: dem “Gespräch” sollten einige EIGENE Initiativen voraus gehen, am Status Quo etwas zu verändern!
“Der Partner ist faul und lässt sich hängen, zeigt kein Engagement für die Beziehung und die Romantik ist nicht mehr vorhanden. Typische Problematik für eine Langzeitbeziehung und diskutiert man diese Merkmale mit den Freunden, stimmen sie einem wohl zu, dass es ganz normal und wahrscheinlich nicht zu ändern sei…..”
Ganz bestimmt ändert es sich nicht, wenn man nur die eigene Unzufriedenheit dem Partner vorträgt – sei das nun mit oder ohne explizitem Vorwurf. Das sagt letztlich immer aus: hey, ändere dich, tu irgendwas, damit ICH es wieder spannender finde! (=das Gegenüber als Unterhaltungsprogramm, das den eigenen Ansprüchen nicht mehr genügt).
Wer mit sowas kommt, sollte zuvor einiges versucht haben, um selber die Dinge zu ändern. Erst, wenn der Partner sich dem dauerhaft verweigert, ist “drüber reden” angesagt.
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