Musik, Liebe und Sex. Wie Technologie den Weg verändert hat

29 August 2009 Kein Kommentar

Der Soundtrack des Lebens beschreibt alles mögliche, was in einem Leben alles geschehen ist. Doch viele Menschen wissen schon vor der ersten großen Liebe, dass es einen Soundtrack speziell für die Liebe, das Flirten oder auch den Sex gibt.

Einer dieser Soundtracks ist zu sehen in Zurück in die Zukunft. Die Eltern von Marty McFly verliebten sich zu den Klängen von Earth Angel und auch in anderen Filmen komponieren Darsteller Lieder, um die Liebe auszudrücken.

Glaubt man den „alten“ Filmen kamen Menschen damals nicht nur durch die Betrachtung eines Briefmarkenalbums zusammen, sondern auch durch gemeinsames Hören von Schallplatten. In diesen Situationen konnte es dann knistern und man merkte, ob der Flirt ankommt oder eben auch nicht. In den Kulturen in denen die Technik nicht so im Vordergrund steht, ist es auch heute noch so, dass die Menschen ihre eigene Stimme und Instrumente verwenden um einen anderen die Gefühle mitzuteilen. Die Lieder handeln dann von Liebe, Sexualität oder stehen im Wettbewerb um die Gunst der Person mit anderen.

Erinnere ich mich an meine Zeit zurück, so stelle ich lächelnd fest, dass Kassetten aufnehmen total in war. Später dann wurden aus den Musikkassetten dann CDs. Das Schöne und Spannende dabei war einfach zu einer bestimmten Zeit zu hören, was die andere Person in dem Moment fühlte. Die Texte wurden bis zur letzten Silbe aufgesogen und zerlegt in der Hoffnung, einen kleinen geheimen Hinweis zu entdecken.

Musik ist, war und wird auch immer eine wunderbare Art sein, einem Menschen die Gefühle auszudrücken, wenn man sich nicht traut es ihm direkt zu sagen. Und wenn man nicht singen kann ist das auch egal. Es gibt so viele schöne Lieder die man einfach auf eine CD brennen kann.

Die Momente in denen die CD dann übergeben wird, ist für den Empfänger schon etwas kribbelig. Vor allem als es in Mode kam zu den CDs auch noch die Playlist auszudrucken. Diese Playlist konnte doch immerhin schon wieder geheime Botschaften enthalten, die es galt zu finden. Vor allem wenn sich ein Mensch soviel Zeit nimmt um die passenden Lieder zu suchen und die Playlist zu erstellen. Da muss dann doch irgendwo ein Zeichen für Gefühle sein.

Klingt romantisch, wenn jemand sich augenscheinlich viel Mühe macht, oder? Nun ja. Da kommt schon der erste Dämpfer. Die Technologie hat es ermöglicht, dieses fast vollständig alleine zu machen. Moderne Musikprogramme können nach Tags suchen, Texte analysieren, direkt auf CD brennen und auch noch die Liste der enthaltenen Titel ausdrucken. Ganz ohne das sich jemand viel Mühe machen muss. Das kann schon ein wenig die Illusionen rauben.

Schaut man sich die andere Seite an, haben das Verschwinden des klassischen Mixed Tapes aber auch Vorteile. So kann man in Sekundenschnelle auf aktuelle Empfindungen reagieren. Zum Beispiel im Facebook oder auf Twitter. Ist man verliebt hinterlässt man ein schönes YouTube Video auf der Pinnwand bei Facebook oder schreibt eine private Nachricht. Ist der Wunsch nach Sex da? Kein Problem. Die DirectMessage von Twitter kann es der begehrten Person mitteilen. Lust zu flirten? Einfach einen Tweet senden, den zwar alle lesen können, aber nur eine Person versteht.

Wer der absolute Technik-Player sein will nutzt das Internet und die Musik im vollem Umfang. So kann man den öffentlichen aber geheimen Tweet auch nutzen, um mehrere gleichzeitig anzusprechen. Die E-Mail ist auch ein geeignetes Transportmittel. Ein Lied zum Aufstehen, eines zum Schlafen gehen, ein Lied das mitteilt wie sehr man sich wünscht das die andere Person der Mittelpunkt eines langweiligen Arbeitstages ist, oder eines wie gerne man nun zusammen im Bett liegen würde. Was dort geschieht ist dann natürlich jedem selbst überlassen.

Schon komisch wie Musik Menschen verbinden kann und das ganz ohne jeglicher Begabung zum Gesang oder dergleichen. Auch die Technologie die verwendet wird, mag sich immer ändern und anpassen, aber ich hoffe, dass die Kraft der Musik immer etwas Empfindsames, Liebesvolles und Erotisches haben wird.

Tags: Flirt, Flirten, Kultur, Lust, Sex, Sexualität, Soundtrack

Geschrieben von: Sex-Mister


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