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Cunnilingus

Cunnilingus ist eine Spielart in der Erotik, die Männer und Frauen jedes Alters genießen. Es kann davon ausgegangen werden, das etwas ¾ der erwachsenen Frauen und Männer entweder den Cunnilingus ausgeführt bzw. bekommen haben. Von den Zahlen her ausgehend würde das bedeuten, dass er zum normalen Bestandteil des Sexes geworden ist. Jedoch bedeutet das nicht direkt – wie bei dem Fellatio – dass nur weil viele Menschen schon damit Erfahrung haben, es zu einem dauerhaften Bestandteil bei sexuellen Begegnungen geworden ist.

Manch Frau erlangt durch Oralsex den Orgasmus etwas schneller, doch gibt es Frauen die durch eine Vielzahl an Ängsten den Cunnilingus nicht einfach genießen können. Der Grund kann auch einfach darin begründet sein, dass einem diese Praktik nicht gefällt. Ebenso sind es Gedanken um die Optik des Genitalbereiches, wie auch der Geschmack oder der Geruch die eine Frau daran hindern, sich entspannen zu können. Fehlende Intimität und der Blickkontakt sind andere Faktoren die sich negativ auswirken.

Was auch immer der Fall ist, ist der Cunnilingus ein Teil im Repertoire des Sexlebens, das einer Frau helfen kann, Befriedigung abseits vom Geschlechtsverkehr und anderen Sexpraktiken zu erlangen. Den Partner mit den Sorgen zu konfrontieren, ist ein erster Weg diese Praktik in das Sexleben einzubauen.

Inhaltsverzeichnis

Wenn die Frau unsicher ist, einen Cunnilingus zu bekommen

Es gibt einige Gründe warum Frauen sich nicht wohlfühlen, wenn sie oral befriedigt werden. Ein Grund sind negative Gedanken über die eigenen Genitalien, die den Genuss eines Cunnilingus im Weg stehen. Die Bandbreite geht dabei von der Schambehaarung über das Aussehen bis hin zum Geruch bzw. Geschmack. Dann gibt es Frauen, die sich über diese Dinge keine Gedanken machen aber sich denken, dass der Partner vielleicht nicht oral befriedigen will oder es ihm auf Dauer zu langweilig wird. Ebenso fühlen sich andere unwohl mit der Tatsache, dass der ganze Fokus auf sie gerichtet ist und damit ein Druck aufgebaut wird, unbedingt einen Orgasmus erreichen zu müssen. Dieser kann sich unter Umständen um einiges intensiver anfühlen als ein Orgasmus während des Geschlechtsverkehres.

Wenn sich solche Symptome andeuten, hilft es mit dem Partner über mögliche Bedenken zu reden. Frauen können dadurch ihre Ängste äußern und abbauen in dem sie den Partner bzw. die Partnerin fragen, wie er/sie sich fühlt während des Cunnilingus. Ein Schritt in die Richtung ist es auch, dass sich die Frau etwas sicherer mit dem Aussehen der eigenen Vulva auseinandersetzt. Bilder und Zeichnungen diverser Vagina kann helfen, wenn diese mit einem Bild der eigenen verglichen werden. Sorgen über den Geruch kann ein Gynäkologe aus der Welt schaffen in dem er die Diagnose stellt, dass alles in Ordnung ist.

Wichtig ist wie bei allen Dingen, dass man sich die Zeit gibt um Dinge genießen zu können. Ganz langsam anfangen, um mit der Materie vertraut zu werden und ohne Druck einen Orgasmus erreichen zu müssen.

Wenn der Partner keinen Oralsex will

Dinge im Bett mit denen man sich nicht vertraut fühlt oder mit denen in vergangener Zeit negative Erfahrungen gemacht wurden, werden gerne unter den Teppich gekehrt und außen vorgelassen. Cunnilingus macht dabei keine Ausnahme. Die Mehrzahl derer die keinen aktiven Oralsex ausüben möchten, machen das aus dem Grund mit der eigenen Fähigkeiten des Leckens und der damit verbunden Befriedigung der Partnerin unzufrieden zu sein. Schlichtweg aus Angst etwas falsch bzw. es nicht gut genug zu machen. In diesem Falle ist eine leichter Unterredung schon sehr hilfreich und gibt dem aktiven Partner ein hoffentlich positives Feedback.

Es gibt natürlich noch andere Gründe wieso der Cunnilingus abgelehnt wird. Kinder und heranwachsende schnappen unter Umständen auf, dass diese Praktik etwas unmoralisches und schmutziges ist. Da hilft nur direkte Konfrontation und erneute Aufklärung.

Nachvollziehbarer ist der Grund aus Angst so zu handeln. Der Partner hat Angst sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit zu infizieren. Doch in einer Partnerschaft lässt sich diese Angst auf zwei Wegen schnell aus dem Weg räumen. Zum einem kann man sich bei einem Arzt auf eventuelle Krankheiten testen lassen oder es wird ein Femidom eingesetzt. Dieses  Kondom für die Frau oder auch ein so genanntes Lecktuch reduzieren allerdings nur das Infektionsrisiko und schalten es nicht gänzlich aus.

Wenn der Partner aber einfach nicht lecken will, wird nichts anderes übrig bleiben als sich mit der Situation abzufinden und andere Dinge zu  finden um den Sex zu gestalten.

Cunnilingus und der Geschmack

Die Frage nach dem Geschmack und dem Geruch einer Frau während des Leckens stellt sich vielen Menschen. Es gibt zwar viele Erfahrungen zu dem Thema, doch redet kaum einer darüber. Dadurch entstehen immer wieder Mythen und Fragen die unbeantwortet bleiben. Ein Geruch der von Personen ausgesondert wird, wird fälschlich immer direkt mit stinken in Verbindung gebracht. Wer jedoch regelmäßig duscht braucht keine Angst haben. Um noch sicherer zu gehen kann auch noch kurz vor dem Sex noch einmal geduscht werden.

Das Paradoxe daran ist, dass man auf Duschmittel oder spezielle Hygienemittel für den Intimbereich besser verzichten sollte. Denn sie erreichen genau das Gegenteil von dem was erwünscht wird. Durch dessen Einsatz wird das natürliche Gleichgewicht der Flora durcheinander gebracht. Die Folge ist, dass der Geruch stärker sein kann als vor dem duschen.

Da jeder Körper eine andere chemische Zusammensetzung hat, kann man auch nicht wirklich bestimmen wie der Geschmack sein soll. Auch wenn es möglich ist durch spezielle Nahrung den Geschmack tendenziell zu verändern – siehe den Geschmack des Spermas – gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse auf einen direkten Zusammenhang zwischen Nahrung und Geschmack der Körperflüssigkeiten. Dennoch kann es nicht schaden mit schlechten Angewohnheiten zu brechen, wie zum Beispiel rauchen oder Alkohol. Der Partner wird dann wohl einen Unterschied schmecken. Oder auch nicht.

Alternativ kann sicherlich auch ein Dental Dam benutzt werden das es, ähnlich wie Kondome, in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Vielleicht verbessert sich die Technik ja durch den besseren Geschmack.

Tipps zum guten Lecken

Das Geheimnis guten Oral-Sexes ist nicht nur die Technik. Es gehört Enthusiasmus, Akzeptanz, Kommunikation und die Lust auf beiden Seiten dazu. Der Partner der den Cunnilingus ausübt kann einer Frau helfen sich sicher zu fühlen, in dem er positiv über den Genitalbereich der Frau spricht und damit die Selbstzweifel reduziert. Wichtig, wie bei jeder sexuellen Aktivität, sollte es auch sein nicht nach einem Stundenplan vorzugehen und die Zeit zu stoppen. Cunnilingus muss nicht unbedingt 5 Minuten oder 20 Minuten dauern. Ebenso ist es nicht der Zwang, dass die Frau dadurch zum Orgasmus kommt. Es kann nach dem Lecken auch mit anderen sexuellen Aktivitäten weiter gehen.

Auch wenn Technik nicht nur das Wichtige ist, gibt es natürlich auch Dinge die technisch richtig gemacht werden sollten. Es gibt Frauen die mögen die direkte Stimulation der Klitoris während andere es als sehr unangenehm  empfinden. Deswegen empfiehlt es sich mit anderen Teilen der Vagina, zum Beispiel den Schamlippen, anzufangen. Aber auch der Bauch oder die Innenseite der Oberschenkel sind gute Ausgangspunkte. Hat man dann einmal mit der klitoralen Stimulation angefangen, muss auch keine Angst herrschen sich hin und wieder anderen Punkten zuzuwenden.

Frauen mögen auch sehr gerne die vaginale Stimulation während des Oral-Sexes. Das bedeutet, dass während des Leckens auch ein oder zwei Finger in die Vagina eingeführt werden können. Natürlich auch ein Sextoy wie zum Beispiel ein Vibrator. An diesen Punkten wird nur wieder klar wieso eine deutliche Kommunikation wichtig ist. Man darf eben nicht linear in Sachen Sex denken. Sex ist keine Aktivität die von einem zum  anderen Punkt über geht und in einem Orgasmus endet. Die Konzentration sollte viel mehr darauf liegen was sich gut anfühlt und was einem zusammen Vergnügen bereitet.

Warum Frauen durchs Lecken schneller zum Orgasmus kommen

Frauen die auf eine klitorale Stimualtion stärker reagieren, mögen im Vergleich, besonders zum Geschlechtsverkehr, durch den Cunnilingus schneller zum Orgasmus kommen. Dem Partner ist es durch den Fokus der Lippen und der Zunge auf die Klitoris besser möglich, unmittelbar zu agieren als beim Geschlechtsverkehr.

Viele Frauen mögen deswegen auch die Vielfalt der Stimulationsmöglichkeiten beim Oralsex besonders dann, wenn auch andere Teile der Vulva oder des Körpers in das Spiel mit einbezogen werden. Bei langem Geschlechtsverkehr oder dem absoluten Fokus aufs stoßen kann eine Frau desensibielisieren oder es wird auf Dauer eben nicht mehr  befriedigend.

So ist es für Frauen beim Oralsex möglich sich fallen zu lassen, zu entspannen und zu wissen dass sie sich auf die Freuden konzentrieren können und nicht nur darauf, was dem Partner gefällt.

Nicht alle Frauen mögen Cunnilingus

Eine Frau die nicht geleckt werden möchte kann befangen sein durch Selbstzweifel aber auch durch andere Dinge, die sie daran hindern sich lecken zu lassen. Fakt ist aber, dass jeder Mensch verschieden ist und Vorlieben hat aber auch Abneigungen. Cunnilingus ist eben eine sexuelle Spielart die nicht jeder Frau gefällt. Und das ist auch in Ordnung so.

Frauen bevorzugen eben auch andere Intimitäten wo es darum geht, dem Partner ins Gesicht zu schauen. Es ist jedoch so, dass Frauen die gerne oral befriedigt werden, auch andere Arten des Sexes als den Geschlechtsverkehr bevorzugen.

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