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Sex in der Schwangerschaft

Ein positiver Schwangerschaftstest kann für viele Paare plötzlich den Schwerpunkt vom Baby machen auf das Baby selber lenken. Das Sexleben aber braucht keine Auszeit für 9 Monate. Ein gutes und befriedigendes Sexualleben wirkt sich positiv auf die Schwangerschaft aus. Es bindet das Paar, steigert Glücksgefühle und lässt die Partner sich noch näher beieinander fühlen.

Inhaltsverzeichnis

Schwangerschaft & Sexualleben
Selbstbild steigern
Warum er nicht in Stimmung sein kann
Mythos 1: Sex wird das Baby verletzen
Mythos 2: Geschlechtsverkehr und Orgasmen fördern Wehen
Mythos 3: Sex in der Schwangerschaft ist unbequem
Beste Sexstellungen in der Schwangerschaft
Wenn Sex nicht sicher ist

Schwangerschaft und das Sexualleben

Jeder kennt die typischen Symptome einer Schwangerschaft. Größere Brüste, breitere Hüften, Schwangerschaftsstreifen und morgendliche Übelkeit. Eine Schwangerschaft ist aber so viel mehr. Jeder Mensch ist verschieden und so ist auch jede Erfahrung im Bezug auf den Libido und der Lust unterschiedlich. Dennoch gibt es gewisse Muster wie eine Schwangerschaft sich auf die Sexualität auswirkt.

Libido: Erhöhter Blutfluss im Becken und die Umstellung der Hormone spielen sicherlich eine Rolle im Bezug auf das Verlangen nach Sex. Jedoch interferieren gerade im ersten Drittel der Schwangerschaft die Libido und die Symptome der Schwangerschaft. Frau fühlt sich einfach nicht mehr sexy. Die Lust auf Sex kann jedoch wieder steigen. Und zwar dann, wenn man sich an die Schwangerschaft und deren Symptome gewöhnt hat. Es ist wichtig den Partner wissen zu lassen, wie es um den eigenen Sexualtrieb steht.

Feuchtigkeit: In Folge der Veränderung des Hormonspiegels wird Frau feststellen, dass es unten rum nicht mehr so feucht wird wie vorher. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft aber wird die Produktion der Scheidenfeuchtigkeit wieder ansteigen, was dann auch mehr Lust auf Sex macht.

Orgasmus: Erhöhte Durchblutung und gesteigerte Sensibilität der Genitalien. Das sind zwei Zutaten die einen Orgasmus imtensiver und angenehmer machen als er vorher je war. Es gibt sogar Frauen die während der Schwangerschaft ihren ersten Orgasmus erreichen bzw. ein multiples Orgasmus-Ereignis erleben.

Selbstbild steigern

Eine Frau wird sich nie wieder so feminin und stark fühlen wie während der Schwangerschaft. Frauen lieben ihre Kurven die durch die Schwangerschaft hervorgerufen werden und entdecken ein neues Gefühl der Selbstachtung. Die Haut ist rosiger, das Haar gesünder und voller und die Brüste üppiger. Dies sind nur wenige Veränderungen der erotischen Zeichen in der Schwangerschaft. Der erhöhte Blutfluss in den Genitalien ruft eine Art von Gefühl hervor, das einem sagt das man im ständigen Zustand der Erregung sei.

Das Empfinden des eigenen Körpers kann sich ändern. Nicht nur von Quartal zu Quartal, sondern von Tag zu Tag. Es gilt den Körper lieben zu lernen. Zum Beispiel durch Dinge wie Yoga, schöne Umstandsmode oder Dessous.

Warum er nicht in der Stimmung sein kann

In der Schwangerschaft spielt sich vieles rund um die Frau ab. Verständlich. Ihr Körper verändert sich am meisten und auch das Baby wächst in ihrem Körper heran. Doch hat diese lebensverändernde Situation auch Einfluss auf den werdenden Vater. Die meisten Männer finden die schwangere Partnerin noch attraktiver als zuvor.

Dennoch gibt es einige Dinge die der Lust auf Zweisamkeit im Wege stehen. Hier einige typische Beispiele.

  • Er hat Angst das Baby zu verletzen.
  • Er macht sich Gedanken über die Finanzen.
  • Er ist rücksichtsvoll und will die Frau nicht unter Druck setzen.
  • Er ist eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit die der Frau zu Teil wird.
  • Er hat Angst vor Veränderungen.

Kommunikation ist generell wichtig, aber in einer Schwangerschaft noch mehr. Sprechen mit dem werdenden Vater über Gefühle hilft und ermutigt. Es dürfen keine Grenzen gezogen werden, wenn es um das Thema Sexualität geht. Denn genau das ist in diesem Moment sehr wichtig und auch im weiteren Verlauf des Zusammenlebens.

Mythos 1: Sex verletzt das Baby

Das ist wohl die größte Angst die Paare haben, wenn sie Sex in der Schwangerschaft haben. Speziell Männer machen sich Sorgen, dass sie das Baby mit der Eichel verletzen könnten. Natürlich gibt es einige Situationen – vor allem wenn man eine Risikoschwangerschaft hat – in der man aufpassen sollte. Doch das hat nichts damit zu tun, dass man das Baby mit dem Penis trifft.

Die gute Nachricht? Sex ist für die meisten Paare während der Schwangerschaft kein Problem. Das Baby wird nicht nur durch die Fruchtblase gut abgeschirmt, sondern auch durch die starke Muskulatur der Gebärmutter. Ein Penis kann gar nicht so groß sein um dort Schaden anzurichten.

Mythos 2: Geschlechtsverkehr und Orgasmen fördern Wehen

Nochmal. Wenn eine Risikoschwangerschaft besteht oder es in den Schwangerschaften vorher schon zu vorzeitigen Wehen kam, soll man am besten auf Sex verzichten. Ansonsten ist Sex für Paare während der Schwangerschaft sicher. Orgasmen sind zu dieser Zeit am intensivsten. Aber keine Sorge, das der Höhepunkt zu vorzeitigen Wehen führt oder zu einer Fehlgeburt. Es gab Forschungen die besagten, dass orgastische Kontraktionen der Muskeln vorzeitige Wehen auslösen können. Dieses wurde aber in neuen Studien widerlegt.

Mythos 3: Sex in der Schwangerschaft ist unbequem

Zugegeben. Die Vorstellung Sex in der Missionarsstellung zu haben wo eine große runde Kugel stört, ist nicht das was einen auf Anhieb Lust macht. Dazu kommt das gerade in der Anfangszeit der Schwangerschaft Übelkeit, Müdigkeit und andere unangenehme Dinge die Stimmung trüben können. Wer dann später aber doch Lust an Sex bekommt, sollte auf die richtige Stellung achten, auf genügend Feuchtigkeit und andere Kleinigkeiten. So wird der Sex bequem und lässt im wahrsten Sinne des Wortes das Gehirn explodieren.

Beste Sexstellungen in der Schwangerschaft

Während man nun also in der gesamten Zeit der Schwangerschaft den Sex genießen kann, gibt es Stellungen die vorteilhaft aber auch nachteilig sein können. In der Regel sind Stellungen zu vermeiden, in denen Druck auf den Rücken der Frau oder den Bauch ausgeübt wird. Nicht nur dass nach dem vierten Monat der Babybauch in die Quere kommen kann. Durch die wachsende Gebärmutter kann das Gewicht auf die Hauptschlagadern drücken. Stattdessen kann mit diesen Stellungen experimentiert werden:

Frau oben: In dieser Stellung liegt der Mann auf dem Rücken und die Frau sitzt auf ihm. Es nimmt zu einem den Druck vom Rücken und vom Bauch und lässt sie zum anderen die Tiefe und den Winkel des Eindringens bestimmen. Diese Stellung ist im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft zu empfehlen. Das steigende Gewicht und die Größe des Bauches machen sie aber im letzten Drittel sehr unbequem.

Im sitzen: Dieses ist eine Abwandlung der “Frau oben”-Stellung. In dieser Stellung sitzt der Mann auf einem armlosen Stuhl und die Frau sitzt mit dem Gesicht zu ihm gewandt auf dem Schoß. Diese Position ist sehr intim und erlaubt während der Penetration direkten und tiefen Augenkontakt. Geeignet ist diese Stellung in den ersten 6 Monaten der Schwangerschaft.

Seite an Seite: Beide Partner liegen auf der Seite und schauen sich an. Durch diese Position wird das Gewicht vom Bauch genommen und die Gebärmutter gestützt. Am besten genießen kann man diese Stellung während des ersten Drittel der Schwangerschaft und den Anfängen des zweiten Drittels.

Löffelchen: Dieselbe Stellung die sich gut zum kuscheln nach dem Sex eignet kann während der Schwangerschaft benutzt werden. Der Mann liegt auf der Seite hinter der Frau und schaut den Rücken an. So wird der Bauch entlastet und ein zu tiefes Eindringen vermieden, das gerade bei fortgeschrittener Schwangerschaft unangenehm sein kann. Die Stellung ist im letzten Drittel sehr zu empfehlen.

Doggy: In der Doggystellung kniet die Frau auf den Knien und den Händen und der Mann dringt von hinten in sie ein. Ein paar Kissen unter dem Bauch und den Brüsten stützt die Frau etwas ab. Verwendet werden kann die Stellung während des ersten, zweiten und den Anfängen des dritten Drittels. Durch diese Stellung ist ein tiefes Eindringen möglich, weswegen gerade im dritten Drittel auf eine andere Stellung gegriffen werden sollte.

Wenn Sex nicht sicher ist

Für die meisten Paare ist Sex während der Schwangerschaft kein Problem und sicher. Es kann aber auch Möglichkeiten geben, wo der Frauenarzt oder die Hebamme empfehlen auf Sex bzw. einen Orgasmus zu verzichten. Wenn empfohlen wurde auf Sex zu verzichten, sollte man unbedingt genauer nachfragen. Ist nur die Penetration verboten und man kann einen Orgasmus haben. Zum Beispiel durch Oralsex? Zu Einschränkungen können folgende Dinge führen:

  • Bei vorhergehenden Schwangerschaften kam es zu Frühgeburten.
  • Es gab schon Fehlgeburten.
  • Zeichen einer Frühgeburt wie einsetzende Wehentätigkeit.
  • Unerklärlicher Ausfluss aus der Vagina, Blutungen oder Krämpfe.
  • Durchsickern von Fruchtwasser.
  • Der Muttermund weitet sich frühzeitig.
  • Zwillings- oder Drillingsgeburt.

Auch wenn keiner der Punkte auf einen zutrifft, sollte man sich an den Arzt wenden wenn es zu Blutungen, Schmerzen oder Krämpfen nach dem Sex bzw. dem Orgasmus kommt.

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