Sexsomnia oder Sex im Schlaf

8 April 2008 1 Kommentar

Sex im schlafen. Was sich für den einen anhört, wie eine neue Spielart der Sexualität, ist für den anderen ein ernst zu nehmendes Problem, resultierend aus Schlafstörungen.

Was ist denn Sex im Schlaf?

Sex im Schlaf oder auch Sexsomnia, ergibt sich aus einer Schlafstörung in der sexuelle Verhaltensmerkmale Einfluss nehmen. Forscher haben mittlerweile so viele Hinweise auf diverse Fälle dieser Abart des Schlafwandels, dass nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass es sich hierbei um eine einmalige Diagnose von Schlafstörung handelt.

Sex im Schlaf hat eine große Bandbreite der sexuellen Verhaltensweisen. Sexuelles berühren einer anderen Person, Dirty Talk, Masturbation mit oder ohne Orgasmus, Oralsex oder Geschlechtsverkehr mit und ohne Orgasmus sind nur einige der Dinge, die Menschen mit dieser besonderen Art der Schlafstörung des Nachts vollziehen.

Wenngleich es auch nur wenige dokumentierte Fälle dieser Schlafstörung gibt, gehen die Forscher davon aus, dass dieses Verhalten unfreiwillig geschieht. Auch ist es der Person nicht bewusst was passiert, was sich in der Tatsache wiederspiegelt, dass keinerlei Erinnerungen an das geschehene vorhanden sind.

Wie häufig ist Sexsomnia

Um diese Frage ganz genau beantworten zu können, fehlt einfach eine genaue Erforschung dieses Phänomens. Die Forscher, die schon einige Fälle von Sex im Schlaf studiert haben, gehen jedoch davon aus, dass diese Art der Schlafstörung weitaus häufiger vorhanden ist als wir wissen. Das liegt daran, dass die Menschen darüber nicht so gerne sprechen, wenn sie es denn überhaupt wissen.

Aus den bisherigen Studien, kann allerdings entnommen werden, dass Sexsomnia bei Männer häufiger auftritt als bei Frauen. Bei einer Überprüfung von 32 Fällen von Schlafstörung mit sexuellem Verhalten waren 80% Männer und die restlichen 20% entfielen auf die Frauen.

Welche Ursachen sind für Sex im Schlaf verantwortlich?

Der Grund, und vor allem der physiologische und neurologische Hintergrund für Sex im Schlaf, wird immer noch erforscht. Bekannt ist bisher nur, dass Menschen mit Sexsomnia auch andere Schlafstörungen haben. Einige von den bekannten Personen haben auch Drogenmissbrauch und auch psychologische Traumata erlebt.

Was ist der Zusammenhang zwischen Sex im Schlaf und sexueller Nötigung?

Die ersten Fälle vom Sex während des Schlafes wurden durch Gerichtsverfahren entdeckt. Personen wurden mit dem Vorwurf der sexuellen Nötigung und der sexuellen Gewalt verhaftet, gaben aber zu Protokoll, dass sie keinerlei Erinnerungen an sexuelle Übergriffe hätten. In einigen Fällen wurden die Personen vom Gericht freigesprochen, wenn der Nachweis gebracht wurde, dass es sich wirklich um eine Schlafstörung handelt. Dieser Nachweis wurde in der Regel durch detaillierte Beobachtungen während des Schlafes gebracht.

Dennoch ist es beunruhigend, dass eine Störung, die so wenig erforscht wurde, von Menschen missbraucht werden kann als Alibi für einen sexuellen Übergriff. Bleibt nur zu hoffen, dass die Forschung dieses Thema weiter vorantreibt und nachweisen kann, wer wirklich krank ist und wer nicht.

Tags: geschlechtsverkehr, masturbation, oralsex, orgasmus, Schlafstörung, Schlafwandels, Sex, Sexsomnia, Sexualität
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1 Kommentar »

  • Alles Sexsomnia, oder wie? « Wahnwogen said:

    [...] es Recherche) fallen einem dann Seiten in die Hände, die hier nicht vorenthalten werden sollen: hier (hier auch Hintergründe zum Thema), Wikipedia hat auch einen entsprechenden Eintrag, und bei Imedo [...]

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