Warum kuscheln und schmusen für den Sex wichtig sind
Neue Forschungen über Sex und Liebe haben herausgefunden, dass berühren und kuscheln für Männer und Frauen beiderseits besonders wichtig für die sexuelle Zufriedenheit und eine glückliche Beziehung sind.
An sich betrachtet mag das nicht besonders überraschend sein. Das weibliche Geschlecht wird gerne damit in Verbindung gebracht als das, was Berührungen braucht und gerne kuschelt. Das liegt auch mit daran, dass es in vielen westlichen Kulturen ganz normal ist, dass sich Frauen zur Begrüßung umarmen oder auch ein Kuss auf die Wange oder den Mund geben. Sie gehen Arm in Arm spazieren, sitzen dicht aneinander gekuschelt auf dem Sofa oder machen sich gegenseitig die Haare. Auch beruflich sind Frauen eher in Berufen zu finden, die mit Berührungen zu tun haben wie zum Beispiel als Lehrerin, Krankenschwester oder in der Ergotherapie.
Dann ist da noch das Erziehen der Kinder. Auch wenn Männer mittlerweile mehr und mehr ein ernstes Wort in der Erziehung mitzureden haben, sind es doch die Frauen die mehr körperlichen Kontakt zum Kind haben. Frauen wechseln zum Beispiel häufiger die Windel, baden die Kinder, kuscheln mit ihnen auf dem Sofa und geben ihnen nach einer Gute-Nacht-Geschichte den passenden Kuss zur geruhsamen Nacht. Natürlich wird das nicht auf alle Familien zutreffen aber eben auf einen recht hohen Anteil derer. Was sich daraus schließen lässt? Männer haben mehr als Frauen einen unbefriedigten Bedarf an Berührung.
Aus dieser Sicht gesehen ist es für Männer sehr wichtig und befriedigend, Berührungen durch Hände halten, kuscheln, Massagen, einem gemeinsamen Bad oder auch durch Sex zu erhalten. Berühren schüttet nicht nur das Wohlfühl-Hormon Oxytocin aus, sondern berührt auch die Seele und kann einem Menschen das Gefühl geben, geliebt zu werden.
Abgesehen von der sexuellen Ausrichtung, Geschlecht oder dem Status des Familienstandes sollte jeder Mensch einmal versuchen wie sich eine Berührung auswirkt. Egal ob in der Romantik, beim Sex oder in der Familie. Schließlich wollen wir alle berühren und berührt werden.
Für manche Menschen sind Tiere etwas das sie berühren und streicheln können. Gerade wenn die Eltern oder Großeltern vielleicht den Partner verloren haben oder sonst nicht berührt werden, kann man einen Schritt auf sie zu machen. Anfassen am Arm oder ein Küsschen wenn man kommt und geht. Auch im Freundeskreis kann so agiert werden. Entweder wenn der andere nicht vergeben ist oder in einer Beziehung ist, in der soetwas nicht gewünscht wird. Es dauert nur einen kleinen Moment einen Menschen zu umarmen und ihm das Gefühl zu geben, dass das Herz berührt wird aber nicht so lang ist das es unangenehm wird.
In einer Liebesbeziehung ebenso wie in einer Sexbeziehung kann berühren und kuscheln Dinge stark ändern. Wieso nicht einen Kuss geben statt immer „Hallo“ und „Tschüß“ zu sagen? Wieso nicht den Rücken und die Hüften liebkosen beim Einschlafen? Morgens das zerzauste Haar des Partners nicht ablehnend gegenüber stehen sondern es so akzeptieren? Es gibt auch viel zu gewinnen, wenn die Hand beim Fernsehen oder im Kino in die eigene genommen wird. Gerade dann wenn das sonst nie so geschieht.
Dieses Gefühl von Fleisch auf Fleisch oder der Hand in den Haaren ist schon etwas sehr spezielles und intimes. Es ist fast so intim, dass es nichts gibt was das ersetzen kann. Es muss ja einen Grund dazu geben, dass sich Menschen gerne ausziehen und sich nackt nebeneinander legen auch wenn es keinen Sex gibt. Oder warum wollen Partner mit den Händen den Körper des anderen erkunden oder massieren gerne die Füße?
Tags: Berührung, kuss, Liebesbeziehung, Romantik, Sex, Sofa, Zufriedenheit
Stimme ich voll zu, vor allem wenn es einem nicht gut geht tut Kuscheln unheimlich gut. Wenn man dann noch gekrault wird, dann ist die Welt schon wieder in Ordnung.
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